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Freizeit, Sport & Hobby

Tauchen lernen - rein ins Meer!

02.07.2007
Von unserer Redakteurin Tanja Maric

Tauchen wird zu einer immer beliebteren Sportart. Mittlerweile geht man davon aus, dass allein in Deutschland mehr als eine Millionen Menschen dem Unterwassersport nachgehen. Ideal ist Tauchen deswegen, weil man diesen Sport im Urlaub ausüben und sich so einen großen Überblick verschaffen kann. Doch wie erlernt man das Tauchen? Gibt es Gefahren? Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein?

Hier ein paar Tipps und Hinweise:

Verbände

International gesehen werden die meisten Taucher nach PADI (Professional Association of Diving Instructors) ausgebildet. In Deutschland bildet jedoch die Mehrzahl der Vereine nach den CMAS (Confédération Mondiale des Activités Subaquatiques) Richtlinien aus. Die beiden größten Ausbildungsorganisationen in Deutschland sind der VDST (Verband Deutscher Sporttaucher) und die DLRG. Beide sind unter dem Dach der CMAS Germany zusammengefasst.

Oberste Priorität beim Tauchen ist keinen schädlichen Einfluss auf die Umwelt auszuüben! Dies wird jeder gute Tauchsportverein seinen Zöglingen während der Aus- und Weiterbildung vermitteln.

Voraussetzungen

Das Mindestalter für’s Tauchen sind 8 Jahre. Bei Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr ist eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten (in der Regel beide Elternteile) erforderlich. Eine gewisse Fitness und Schwimmkenntnisse erklären sich von selbst. Weiterhin muss eine Tauchtauglichkeitsbescheinigung vorliegen. Diese kann in der Regel vom Hausarzt, Sportmediziner oder speziellem Taucharzt ausgestellt werden. Viele Tauchschulen bieten auch ein Schnuppertauchen an, bei dem schon mal vorgetestet werden kann, ob einem das Tauchen überhaupt liegt.

Wie wird ausgebildet

Der Bewerber soll in Theorie und Praxis mit den Grundlagen für das Sporttauchen vertraut gemacht werden. Nach Abschluss des Kurses soll er die Grundkenntnisse und -fertigkeiten zum sicheren Sporttauchen mit und ohne Gerät besitzen. Mit Abschluss der Ausbildung erhält man vom Tauchlehrer bzw. der Tauchorganisation sein Brevet (Tauchschein) ausgehändigt. Die Grundausbildung gliedert sich in den theoretischen und den praktischen Teil.

Die Theorie umfasst im Wesentlichen:

  • Tauchphysik o Tauchausrüstung o menschliche Physiologie
  • Gefahren des Tauchens und der Umgang damit
  • Tauchsignale und
  • Buddy-System

In der Praxis wird zuerst im Schwimmbad geübt. Mit Schnorchel, Flossen und Tauchermaske (ABC-Ausrüstung) geht’s ins Wasser. Druckausgleich, Tauchen nach Zeit, Strecke und Tiefe werden genauso gelehrt wie das richtige Schwimmen mit Flossen und das Ausblasen der Maske, um nur einige Übungen zu nennen. Wenn alle theoretischen und praktischen Grundkenntnisse vermittelt und umgesetzt wurden, wird mit der kompletten Tauchausrüstung (Drucklufttauchgerät, Jacket, Bleigurt, Tauchanzug, Finimeter, Tauchcomputer) richtig getaucht! Zuerst in der Schwimmhalle und bei entsprechenden Temperaturen und Erfahrungswerten geht’s dann ab ins Freiwasser.

Spezifische Gefahren des Tauchens

Statistisch gesehen ist Tauchen sicherer als Schwimmen und sicherer als viele Sportarten außerhalb des Wassers. Jede Sportart hat jedoch ihre speziellen Gefahren und potenzielle Risiken, daher ist es notwendig, Tauchkurse zu besuchen.
Beispiele solcher Risiken sind:

  • mögliche technische Probleme wie das Vereisen von Ventilen,
  • unkontrollierter Luftverlust durch Beschädigung des Luftversorgungssystems,
  • Barotraumen durch mangelhaften Druckausgleich bis hin zur
  • Dekompressionserkrankung beim zu schnellem Auftauchen (Dekompression).

Kosten

Die Kosten für einen Grundtauchschein + Bronze variieren von Verein zu Verein. Diese sind aber in der Regel um ein Vielfaches günstiger als einen Tauchschein im Urlaub zu machen. Das teuerste in der Anschaffung ist das Equipment. Viele Tauchvereine verleihen für eine Tauchsaison die Utensilien, so dass nicht sofort alles gekauft werden muss. Vieles lässt sich auch gebraucht kaufen oder günstig ersteigern.

Tauchgebiete

Beliebte Tauchgebiete sind z.B. das Rote Meer in Ägypten, die thailändische Insel Phuket, die Malediven, Lanzarote, die Insel Bali und die Ostschweiz. Hier gibt es zahlreiche Tauch-basen, die Erkundungen in kleinen Gruppen oder Safaris anbieten. Auf Tauchsafaris wirdder Urlaub auf einem Boot verbracht. Die Vorteile hierbei sind, dass man bis zu vier Mal am Tag tauchen und seltener betauchte Gebiete erkunden kann.



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