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Karpfen angeln und Barsch fischen

© Schlütersche Verlagsgesellschaft
02.07.2007
Von unserer Redakteurin Kerstin Cornelius

Zum Angeln benötigt ein Angler theoretisch nur die Angelschnur, einen Haken sowie einen Köder. Um jedoch den Erfolg, etwas zu fangen, zu erhöhen, greifen Angler auf eine Angelrute, eine Rolle für die Angelschnur sowie das Vorfach zurück.

Das Vorfach ist die Schnur zwischen dem Angelhaken und der Hauptschnur, die sich auf der Rolle befindet. Viele Angler verbinden das Vorfach durch einen sogenannten Wirbel mit der Hauptschnur, um schneller und praktischer Vorfach und Haken austauschen zu können.

Um den Köder auszuwerfen und ihn im Wasser zu platzieren, wird etwas Blei am Vorfach oder der Hauptschnur befestigt. Das Gewicht des Bleis richtet sich nach der Angelmethode. Angelt man mit einer Pose, so verwendet man weniger Gewicht als wenn der Köder auf dem Grund des Gewässers platziert werden soll.

Im allgemeinen sollen die Fische dazu gebracht werden, den Haken samt Köder als Futter anzusehen, so dass der Angler die Angelrute „anhauen“ und so den Fisch an Land ziehen kann. Als Köder nimmt man zum Beispiel Larven, Regenwürmer oder kleine Fische oder Fischfetzen. Die Köder werden am Haken aufgespießt und ins Gewässer geworfen. Manche Fische werden durch Anfüttern in Richtung Angelhaken gelockt.

Brandungsfischen

Beim Brandungsfischen wird vom Strand/Klippe aus mit hohen Wurfgewichten geangelt. Als Köder verwendet man meist Wattwürmer oder Fischfetzen und wirft diesen sehr weit aus, meist über 100m. Typische Zielfische in Deutschland sind z. B. Plattfische oder Dorsch.

Eisangeln

Unter Eisangeln versteht man das Angeln im Winter auf zugeforenen Gewässern. Dazu wird mit einem Eisbohrer/Motorsäge ein Loch in das Eis gebohrt oder gesägt und dann entweder nur mit Schnur oder einer kurzen Rute geangelt.

Feederfischen

Geht man dem Feederfischen nach, so ist der Zielfisch meist ein Weißfisch. Beim Feederfischen wird ein Futterkorb verwendet, der die Fische in die direkte Nähe des Köders locken soll. Die Angelrute ist meist sehr fein, so dass sich das Angeln in großen Flüssen und Gewässern mit starker Strömung nicht empfiehlt.

Fliegenfischen

Beim Fliegenfischen ist der Angler weitaus aktiver als bei anderen Angelmethoden. Als Köder werden künstliche Fliegen, Streamer, Nymphen o.ä. verwendet, wobei zwischen Trocken- und Nassfliegen unterschieden wird. Die Trockenfliegen schwimmen auf der Wasseroberfläche, während Nassfliegen im Wasser schwimmen. Der Angler wirft den Köder, lässt ihn für einige Sekunden schwimmen, holt ihn wieder ein und wirft sofort wieder aus.

Hegenefischen

Hegene ist ein Vorfach, von dem seitlich bis zu fünf kürzere, in der Höhe versetzte Schnüre abgehen, an denen Nymphen befestigt werden. Am Ende der Hegene befindet sich ein Senkblei oder ein weiterer Köder – es wird also mit mehreren Ködern gleichzeitig gefischt.

Hochseeangeln auf Großfischarten (Big Game Fishing)

Das Angeln von großen Fischarten wie z. B. Haie, Marlin oder Schwertfisch wird als Big Game Fishing vom normalen Meeresfischen unterschieden. Es wird von Motorbooten meist mit ortskundigen Skippern und einheimischen Hilfskräften geangelt, da die Zielfische meist 100kg und mehr wiegen.

Orte, an denen Big Game Fishing gemacht wird, sind unter anderem die Karibik, die Kap Verden und die Malediven.

Karpfenangeln

Beim Karpfenangeln werden meist als Köder die so genannten Boilies verwendet. Ein Boilie ist eine Teigkugel, die es in verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt. Viele Karpfenangler töten die gefangenen Fische jedoch nicht sondern wiegen, messen und fotografieren den Fang, um ihn wieder ins Wasser zu lassen. Karpfenangler verbringen oft mehrere Tage und Nächte am Wasser damit, auf einen Biss zu warten. Um Bisse in der Nacht nicht zu versäumen, werden so genannte elektronische Bissanzeiger verwendet.

Meeresfischen

Spricht man vom Meeresfischen, so ist das Hochseeangeln in der Nordsee gemeint. Zielfische sind oft Dorsche, Seelache, Makrelen, Heringe, Forellen, Aale, Schollen, Sprotten oder Hornhechte. Meistens wird von einem Kutter aus geangelt, wobei künstliche Köder (Pilker, Jigs) verwendet werden.

Nachtangeln

Als Nachtangeln bezeichnet man Fischen zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang. Zur Ausrüstung zählt man Stirnlampe, elektronische Bissanzeiger, Knicklichtposen und Aalglocke.

Schleppfischen

Unter Schleppfischen versteht man das Angeln mit einer Angelrute in einem fahrenden Boot (Motor- oder Muskelbetrieben), wobei der nachgeschleppte Köder durch die Geschwindigkeit des Bootes in Bewegung gerät. Auf diese Art werden Raubfische geangelt .

Spinnfischen

Beim Spinnfischen, auch Spinnen genannt, werden Kunstköder (Blinker, Wobbler, Twister, Spinner) verwendet. Raubfische werden durch Vibrationen und optische Reize animiert, anzubeißen. Spinnen macht man entweder vom Ufer oder Boot aus. Bei dieser Methode wird in aller Regel nicht lange an einem Platz verharrt, sondern das Gewässer wird nach Fischen abgesucht.

Stippfischen

Das Stippfischen ist eine Angeltechnik, bei der eine Rute ohne Rolle benutzt wird. Die Schnur wird an der Spitze montiert und sollte nicht länger als die Rute selbst sein. Diese Methode wird hauptsächlich zum Fang von Weißfischen benutzt. Dadurch, dass keine Rolle verwendet wird, trifft der Angler beim Auswerfen immer wieder dieselbe Stelle – ein Vorteil, wenn man die Fische angefüttert hat.

Weitere Informationen gibt es hier:

Baden-Würrtenberg www.wlsb.de
Bayern www.blsv.de
Berlin www.lsb-berlin.net
Brandenburg www.lsb-brandenburg.de
Bremen www.lsb-bremen.de
Hamburg www.hamburger-sportbund.de
Hessen www.landessportbund-hessen.de
Mecklenburg-Vorpommern www.lsb-mv.de
Niedersachen www.lsb-niedersachsen.de
Nordrhein-Westfalen www.wir-im-sport.de
Rheinland-Pfalz www.lsb-rlp.de
Saarland www.lsvs.de
Sachsen www.sport-fuer-sachsen.de
Sachsen-Anhalt www.lsb-sachsen-anhalt.de
Schleswig-Holstein www.lsv-sh.de
Thüringen www.thueringen-sport.de



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