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Freizeit, Sport & Hobby

Golf: Pitchen und Putten für Jedermann

18.06.2007
Von unserer Redakteurin Roksana Leonetti

Der Golfsport blickt auf eine lange Tradition zurück, denn schon im 12. Jahrhundert begeisterten sich die Menschen für die kleine weiße Kugel. Man munkelt sogar, dass es Golf schon im alten Rom und gar 200 Jahre vor Christi Geburt gegeben haben soll. Schon damals war man fasziniert davon, den Ball in ein 10,8 cm großes Loch zu versenken. Die Begeisterung für diese Sportart hat einen langen geschichtlichen Hintergrund, man kann jedoch nicht eindeutig sagen, wer eigentlich der Erfinder des Golfsports war.

Die Besonderheit beim Golf ist, dass das Spielfeld groß und weitgehend natürlich belassen ist und man somit eine Vielzahl denkbarer Situationen abdecken muss. Ziel des Spiels ist es, einen Ball mit möglichst wenig Schlägen von einer als Abschlag bezeichneten Fläche in ein Loch zu versenken. Da die Bahnen von Golfplatzanlagen meist unterschiedliche Längen und Charakteristiken aufweisen, benötigt man verschiedene Schläger, die speziell auf die Anforderungen ausgerichtet sind.

Die wesentlichen Elemente von Golfplätzen sind Abschläge, Fairways, Grüns, Bunker, Wasserhindernisse und Rough. Das Areal umfasst 18 Spielbahnen, die insgesamt über 7.000 Meter lang sein können. Der Deutsche Golf Verband e.V. verzeichnete 2005 rund 658 Golfplätze in Deutschland. Sie sind für die unterschiedlichsten Anforderungen ausgelegt, ob Anfänger oder ambitionierter Golfspieler, jede Anlage ist unverwechselbar und bietet umfangreiche Einrichtungen.

Der Golfsport ist erschwinglich und die Ausrüstung überall erhältlich. Golfclubs bieten ihre Plätze auch für Tagesgäste an und so kann man durch Zahlung einer Pauschale seiner Golfleidenschaft nachgehen. Für Neulinge empfiehlt sich der Eintritt in einen Golfclub und das Herantasten an den Golfsport mit Hilfe eines Golflehrers, der einem die Regeln, die Golfbegrifflichkeiten, das Spielprinzip und die Ausführung vermittelt.

Wie bei jeder Sportart, werden auch beim Golf Wettkämpfe ausgetragen, um den Besten oder die Beste zu küren. Die vier größten und bedeutendsten jährlich stattfindenden Turniere sind die Majors, darunter fallen die US Masters, US Open, die British Open und der PGA Championship. Der bekannteste Golfspieler der Sportgeschichte ist der amerikanische Profigolfer Eldrick Tiger Woods. Der 1975 in Long Beach geborene Kalifornier verzeichnet 66 (Tendenz steigend) Turniersiege und wurde 2001 und 2002 mit den Laureus World Sports Awards ausgezeichnet.

Indoor Golfanlagen: Intelligente Hilfe zur Perfektion

Wer sich ganzjährig in Form halten will, der wird vielleicht auf eine Indoor Golfanlage zurückgreifen. Vor allem in der kalten Jahreszeit, wenn die Plätze geschlossen sind, bieten solche Hallen einen vortrefflichen Ersatz und eine ideale Trainingsergänzung. Sie bringen den Golfplatz als virtuelle Landschaft realistisch in den Kubus. Ein Videoanalyser erfasst den Schlag und analysiert die Fehler des Golfers. Vor allem für diejenigen, die ernsthaft an der Verbesserung ihres Spiels interessiert sind, ist die Videoanalyse perfekt. Anhand einer Golfsimulation kann man sich jeden Spielplatz auf die Leinwand projizieren lassen. Gespielt wird wie im Freien, mit echten Bällen und Schlägern.

Minigolf: Spielerisch einlochen

Wer es lieber kleiner mag, dem sei das Minigolfen ans Herz gelegt. Wie beim großen Bruder muss man hier mit möglichst wenig Schlägen den Ball ins Loch befördern. Man schlägt sich durch einen Parcours aus verschieden gestalteten Bahnen. Meistens sind sie so ausgelegt, dass man mit einem Schlag ein Ass treffen kann. Hindernisse wie Röhren, Brücken, Tunnel oder Kurven müssen überwunden werden. Das Ziel kann ein Loch oder auch ein Fangnetz sein. Minigolf ist die perfekte Alternative zum Profisport, hier zählt vor allem der Spaß und die Unterhaltung.


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