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Deutsche Hotelklassifizierung: Was uns die Sterne sagen

Messingschild mit der jeweiligen Sterne-Klassifizierung
© Der Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V.
14.11.2007

Hotelklassifizierung: Freiwilligkeit und Transparenz


Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) bietet mit der Deutschen Hotelklassifizierung seit 1996 in Deutschland ein freiwilliges, objektives System zur Einteilung in die international üblichen Hotelsternekategorien an. Die Hoteliers machen somit ihr Leistungsangebot für die Gäste schon auf den ersten Blick erkennbar. 7.944 Betriebe (Stand Juli 2007) haben sich bisher an der freiwilligen Klassifizierung beteiligt.

Natürlich fallen auch die Hotelsterne nicht vom Himmel. Jeder Hotelier muss sich präzisen Bewertungsmaßstäben unterziehen, bei denen die Anliegen der Kunden im Mittelpunkt stehen. Nach mehreren Aktualisierungen werden heute 280 Kriterien in den Bereichen Gebäude/Raumangebot, Einrichtung/Ausstattung, Service, Freizeit, Angebotsgestaltung und hauseigener Tagungsbereich überprüft. Insgesamt kann man bis zu 650 Punkte erreichen. Wenn man das geschafft hat, kann man sich "5-Sterne-Superior-Hotel" nennen.

Die Klassifizierung ist drei Jahre gültig, dann erfolgt eine erneute Überprüfung nach den dann aktuellen Kriterien. Der komplette Kriterienkatalog wird spätestens alle fünf Jahr anhand einer repräsentativen Gästebefragung den neuen Gästeerwartungen und -wünschen angepasst. Dadurch wird garantiert, dass beispielsweise technische Neuerungen und neue Urlaubstrends aufgegriffen und in die Anforderungen eingearbeitet werden.

Als Gast erhält man dadurch eine sichere und transparente Übersicht über die Leistungen und Angebote, die ein klassifizierter Beherbergungsbetrieb bietet. Dadurch kann man einfach und schnell vergleichen, welche Einrichtungen einen erwarten und was man während seines Aufenthaltes unternehmen kann. Als Betreiber erhält man mit der Sterneklassifizierung einen deutlichen Wettbewerbsvorteil, da man seinen Gästen klar präsentiert, welche Standards das Hotel erfüllt. Man profitiert außerdem von der Werbung und Öffentlichkeitsarbeit der Hotelsterne in Deutschland und Europa.

Kategorien der Hotelklassifizierung


Die Beherbergungsbetriebe werden in 5 Sterne-Kategorien eingeteilt:
  • Tourist: *
    Unterkunft für einfache Ansprüche

  • Standard: * *
    Unterkunft für mittlere Ansprüche

  • Komfort: * * *
    Unterkunft für gehobene Ansprüche

  • First Class: * * * *
    Unterkunft für hohe Ansprüche

  • Luxus: * * * * *
    Unterkunft für höchste Ansprüche
Zur genaueren Unterscheidung gibt es noch zwei Sonderformen „Garni“ und „Superior“. Ein Hotel „Garni“ ist ein Beherbergungsbetrieb, der nur Frühstück, Getränke und höchstens kleine Speisen anbietet. Für diese Art der Hotels können nur maximal vier Sterne vergeben werden. Betriebe, die den Zusatz „Superior“ tragen, haben für ihre jeweilige Kategorie die notwendige Wertungspunktzahl deutlich überschritten und werden so besonders hervorgehoben.

Auf einem repräsentativen Messingschild, das neben dem Schriftzug der Deutschen Hotelklassifizierung die Anzahl der verliehenen Sterne aufweist, kann das Hotel auf seine Klassifizierung aufmerksam machen. Das Ergebnis der Deutschen Hotelklassifizierung wird ferner durch eine Urkunde dokumentiert, die auch meistens aushängt.

Sterne-Verteilung in Deutschland


Insgesamt beteiligen sich 7.944 Betriebe an der Hotelklassifizierung. Davon gehören 59,2 Prozent der Hotels der 3-Sterne-Kategorie an, gefolgt von der 4-Sterne-Kategorie mit 26,3 Prozent, der 2-Sterne-Kategorie mit 11,5 Prozent, der 5-Sterne-Kategorie mit 1,9 Prozent und als Schlusslicht mit 1,2 Prozent die 1-Sterne-Kategorie. Dabei gibt es in Bayern die meisten Unterkünfte, die sich klassifizieren lassen, hier findet man auch die meisten Luxus-Hotels.

Internationale Hotelklassifizierung


Die Systematik der Sterneklassifizierung hat sich europaweit durchgesetzt und bewährt. Jedoch muss man bedenken, dass jedes Land seine eigenen Klassifizierungs-Kategorien hat. Somit kann ein 3-Sterne-Hotel in Spanien dem eines 2-Sterne-Hotels in Deutschland gleich sein. Verglichen mit den Hotelklassifikationen der anderen Länder setzt Deutschland nämlich relativ hohe Maßstäbe. Eine europaweite Klassifizierung wurde zwar angesprochen, aber bei momentan 27 Mitgliedsstaaten ist das wohl eine unmögliche Aufgabe. Zudem gibt es zwischen den Ländern und Gästegruppen erhebliche Unterschiede, die nicht so einfach einheitlich abgefangen werden können.

Von unserer Redakteurin Roksana Leonetti


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