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Handy on Holiday

Wie das Telefonieren aus dem Ausland schnell zur Kostenfalle wird


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Praktisch ist es ja, das Handy im Urlaub. Zwischendurch mal mit den Lieben zu Hause telefonieren, erzählen wie herrlich der Urlaub ist und sich das Neuste von Daheim berichten lassen.

Aber aufgepasst, der mobile Auslandseinsatz kann schnell ein Vermögen kosten.

Voraussetzungen
Um überhaupt aus dem Ausland telefonieren zu können, muss die Funktion „International Roaming“ (englisch für durchwandern, umherstreifen) auf dem Handy frei geschaltet sein. Die Roaming-Partner der deutschen Netzbetreiber decken fast alle Länder der Welt ab. Am Besten ist es, sich schon vor Reiseantritt über den günstigsten Anbieter im Urlaubsland zu informieren und diesen nach Ankunft manuell auszuwählen.

Geräte mit Guthaben-Karte, die so genannten Prepaid-Handys, funktionieren nur in einigen europäischen Ländern. Hier ist es sinnvoll, sich vorab bei seinem Anbieter zu informieren ob und mit welchen Besonderheiten im Ausland telefoniert werden kann.

Weltweit kann man mit einem Handy mit Festvertrag telefonieren, wobei in den USA, Kanada und in Ländern Südamerikas andere technische Standards gelten und sehr alte Handys oft nicht funktionieren. Auch in diesem Fall ist es ratsam, sich vor Abreise bei seinem Netzbetreiber zu erkundigen.

Anrufe entgegen nehmen
Generell gilt, der Anrufer zahlt die Gebühren innerhalb Deutschlands, das heißt bis zur Grenze. Die restlichen Kosten für die Weiterleitung ins ausländische Netz – die so genannten „Roaming-Gebühren“ – werden dem Handybesitzer in Rechnung gestellt.

Selber Anrufe tätigen
Wer aus dem Ausland nach Hause telefoniert zahlt doppelt. Zum einen für das Funknetz am Urlaubsort, zum anderen für das in Deutschland. Hier kann man Kosten sparen, denn das Handy sucht sich im Ausland automatisch ein Netz, und zwar nicht das billigste, sondern das stärkste. Wer schon zu Hause den günstigsten Anbieter im Urlaubsland ermittelt hat, sollte sich gleich nach Ankunft in das gewünschte Netz einwählen.

Tipp: Mobilfunknetze enden nicht unbedingt an Landesgrenzen und reichen teilweise noch recht weit in die Nachbarländer. Wer in der Nähe der deutschen Grenze Urlaub macht, sollte versuchen, das Netz seines deutschen Anbieters manuell einzustellen.

Gebührenfalle Mailbox
Richtig teuer kann für Urlauber die Mailbox werden, denn wenn man einen Anruf nicht entgegen nimmt, fallen die Kosten für die Weiterleitung ins Ausland sowie die Umleitungsgebühren zurück nach Deutschland auf die Mailbox an. Eine dritte teure Verbindung kommt hinzu, wenn man später seine eingegangenen Anrufe abhören will, die Anrufe werden nämlich auch als Auslandsverbindung berechnet.

Tipp: Entweder die Mailbox deaktivieren oder aber statt einer „bedingten“ eine „absolute“ Rufumleitung auf dem Handy einrichten, und zwar bevor man in den Urlaub fährt. Das heißt alle Anrufe werden direkt und kostenlos auf die Mailbox umgeleitet, man hört von Zeit zu Zeit seine neu eingegangenen Nachrichten ab und meldet sich gegebenenfalls zurück. In diesem Fall ist man allerdings auch nicht direkt erreichbar.

Günstigere Urlaubsgrüße per SMS
Wer trotzdem den Daheimgebliebenen ein paar liebe Grüße aus dem Urlaub schicken möchte, schreibt am besten eine SMS, denn diese ist mit Sicherheit günstiger als jedes noch so kurze Telefonat.

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